Hier findest Du einige auserwählte Geschichten und Gedichte

Lustiges und was zum nachdenken

Notizen des Texas-Urlaubers
 Edgar:
 
"Kürzlich wurde mir die Ehre zuteil, als Ersatzpunktrichter bei
 einem Chili-Kochwettbewerb zu fungieren. Der Ursprüngliche
 Punktrichter war kurzfristig erkrankt und ich stand gerade in der
 Nähe des Punktrichtertisches herum und erkundigte mich nach dem
 Bierstand, als die Nachricht über seine Erkrankung eintraf.

 Die beiden anderen Punktrichter (beide gebürtige Texaner)
 versicherten mir, daß die zu testenden Chilis nicht allzuscharf
 sein würden. Außerdem versprachen sie mir Freibier während
 des ganzen Wettbewerbes und ich dachte mir: PRIMA, LOS GEHT`S!

 Hier sind die Bewertungskarten des Wettbewerbes:

 Chili Nr 1: Mike`s Maniac Mobster Monster Chili

 Richter1: Etwas zu tomatenbetont; amüsanter Kick
 Richter2: Angenehmes, geschmeidiges Tomatenaroma. Sehr mild.
 
Edgar: Ach Du Scheiße! was ist das für Zeug!? Damit kann man
 getrocknete Farbe von der Autobahn lösen!! Brauchte
 zwei Bier um die Flammen zu löschen; ich hoffe, das
 war das übelste; Diese Texaner sind echt bescheuert!

 Chili Nr 2: Arthur`s Nachbrenner Chili

 Richter 1: Rauchig, mit einer Note von Speck. Leichte
 Pepperonibetonung
 
Richter 2: Aufregendes Grillaroma, braucht mehr Pepperonis
 um ernst genommen zu werden.
 
Edgar: Schließt dieses Zeug vor den Kindern weg! Ich weiß
 nicht, was ich außer Schmerzen hier noch schmecken
 könnte. Zwei Leute wollten mir erste Hilfe leisten
 und schleppten mehr Bier ran, als sie meinen
 Gesichtsausdruck sahen.

 Chili Nr 3: Fred`s berühmtes "Brennt die Hütte nieder Chili"

 Richter 1: Excellentes Feuerwehrchili! Mordskick! Bräuchte mehr
 Bohnen.

 Richter 2: Ein bohnenloses Chili, ein wenig salzig, gute
 Dosierung roter Pfefferschoten.
 
Edgar: Ruft den Katastrophenschutz! Ich habe ein Uranleck
 gefunden. Meine Nase fühlt sich an, als hätte ich
 Rohrfrei geschnieft. Inzwischen weiß jeder, was zu
 tun ist: bringt mir mehr Bier, bevor ich zünde!!
 Die Barfrau hat mir auf den Rücken geklopft; jetzt
 hängt mein Rückgrat vorne am Bauch. Langsam krieg
 ich eine Gesichtslähmung von dem ganzen Bier.

 Chili Nr. 4: Bubba`s Black Magic

 Richter 1: Chili mit schwarzen Bohnen und fast ungewürzt.
 Enttäuschend.
 
Richter 2: Ein Touch von Limonen in den schwarzen Bohnen.
 Gute Beilage für Fisch und andere milde Gerichte,
 eigentlich kein richtiges Chili.
 
Edgar: Irgendetwas ist über meine Zunge gekratzt, aber
 ich konnte nichts schmecken. Ist es möglich einen
 Tester auszubrennen? Sally, die Barfrau stand hinter
 mir mit Biernachschub; die hässliche Schlampe fängt
 langsam an HEISS auszusehen; genau wie dieser
 radioaktive Müll, den ich hier esse. Kann Chili ein
Aphrodisiakum sein?

 Chili Nr. 5: Lindas legaler Lippenentferner

 Richter 1: Fleischiges, starkes Chili. Frisch gemahlener
 Cheyennepfeffer fügt einen bemerkenswerten Kick
 hinzu. Sehr beeindruckend.
 
Richter 2: Hackfleischchili, könnte mehr Tomaten vertragen.
 Ich muß zugeben, daß der Cheyennepfeffer einen
 bemerkenswerten Eindruck hinterläßt.
 
Edgar: Meine Ohren klingeln, Schweiß läuft in Bächen meine
 Stirn hinab und ich kann nicht mehr klar sehen.
 Mußte furzen und 4 Leute hinter mir mußten vom
 Sanitäter behandelt werden. Die Köchin schien
 beleidigt zu sein, als ich ihr erklärte, daß ich
 von ihrem Zeug einen Hirnschaden erlitten habe.
Sally goß Bier direkt aus dem Pitcher auf meine
 Zunge und stoppte so die Blutung. Ich frage mich, ob
 meine Lippen abgebrannt sind.

 Chili Nr 6: Veras sehr vegetarisches Chili

 Richter 1: Dünnes aber dennoch kräftiges Chili. Gute Balance
 zwischen Chilis und anderen Gewürzen.
 
Richter 2: Das beste bis jetzt! Agressiver Einsatz von Chili-
 schoten, Zwiebeln und Knoblauch. Superb!
 
Edgar: Meine Därme sind nun ein gerades Rohr voller
 gasiger, schwefeliger Flammen. Ich habe mich
 vollgeschissen, als ich furzen mußte und ich fürchte,
 es wird sich durch Hose und Stuhl fressen. Niemand
 traut sich mehr hinter mir zu stehen. Kann meine
 Lippen nicht mehr fühlen. Ich habe das dringende
 Bedürfnis, mir den Hintern mit einem großen
 Schneeball abzuwischen.

 Chili Nr 7: Susannes "Schreiende-Sensation-Chili"

 Richter 1: Ein moderates Chili mit zu großer Betonung auf
 Dosenpepperoni.
 Richter 2: Ahem, schmeckt als hätte der Koch tatsächlich im
 letzten Moment eine Dose Pepperoni reingeworfen.
 Ich mache mir Sorgen um Richter Nr. 3. Er scheint
 sich ein wenig unwohl zu fühlen und flucht völlig
 unkontrolliert.
 Edgar: Ihr könnt eine Granate in meinen Mund stecken und
 den Bolzen ziehen; ich würde nicht einen Mucks
 fühlen. Auf einem Auge sehe ich gar nichts mehr und
 die Welt hört sich wie ein großer rauschender
 Wasserfall an. Mein Hemd ist voller Chili, daß mir
 unbemerkt aus dem Mund getropft ist und meine Hose
 ist voll mit lavaartigem Schiss und passt damit
 hervorragend zu meinem Hemd. Wenigstens werden sie
 bei der Autopsie schnell erfahren, was mich getötet
 hat. Habe beschlossen, das Atmen einzustellen, es ist
einfach zu schmerzvoll. Was soll`s, ich bekomme eh
keinen Sauerstoff mehr. Wenn ich Luft brauche, werde
ich sie einfach durch dieses große Loch in meinem
Bauch einsaugen.

 Chili Nr. 8: Helenas Mount Saint Chili

 Richter 1: Ein perfekter Ausklang; ein ausgewogenes Chili,
 pikant und für jeden geeignet. Nicht zu wuchtig,
 aber würzig genug, um auf seine Existenz hinzuweisen.
 
Richter 2: Dieser letzte Bewerber ist ein gut balanciertes
 Chili, weder zu mild noch zu scharf. Bedauerlich
 nur, daß das meiste davon verloren ging, als Richter
 Nr. 3 ohnmächtig vom Stuhl fiel und dabei den Topf
 über sich ausleerte. Bin mir nicht sicher, ob er
 durchkommt. Armer Kerl; ich frage mich, wie er auf
 ein richtig scharfes Chili reagiert hätte.

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Die Geschichte vom
Blumentopf und dem Bier




Wenn die Dinge in Deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnre Dich an den "Blumentopf und das Bier"!


Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann, diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten dies. Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu. Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig mit "Ja". Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Zwischenraum zwischen den Sandkörnern aus.

Die Studenten lachten. "Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, ich möchte, dass sie diesen Topf als Repräsentation ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, d.h. die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte ihres Lebens. Wenn in Ihrem Leben alles verloren geht und nur noch diese Golfbälle verbleiben würden, wäre ihr Leben trotzdem noch erfüllt."


"Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben, wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten." "Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "ist weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle". Das Selbe gilt für Ihr Leben. Wenn sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden sie nie Platz für die wichtigsten Dinge haben". "Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für medizinische Untersuchungen. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder andere Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand".



Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, immer noch Platz ist für ein oder zwei Bierchen." :o)

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"Unfallbericht eines Dachdeckers"
  Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an eine bekannte Unfallversicherungsanstalt gerichtet und beschreibt die Folgen einer unüberlegten Handlung:

In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich 'ungeplantes Handeln' als Ursache angegeben. Sie baten mich, dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.

Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250 kg Ziegel übrig. Da ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Außenseite des Gebäudes hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine Rolle lief.

Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach und belud die Tonne.

Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250 kg Ziegel langsam herunterzulassen.

Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht - Formulare nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75 kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füßen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergaß, das Seil loszulassen.

Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer größerer Geschwindigkeit am Gebäude hinaufgezogen wurde.

Etwa im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein.

Nur geringfügig abgebremst, setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest.

Jedoch schlug die Tonne etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Tonnenboden sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25 kg.

Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75 kg. Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In der Höhe des dritten Stockes traf ich wieder auf die von unten kommende Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib.

Der Zusammenstoß mit der Tonne verzögerte meinen Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem Ziegelhaufen gering ausfielen und so brach ich mir nur drei Wirbel. Ich bedauere es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor.

Ich lies das Seil los, womit die Tonne diesmal ungebremst herunterkam, mir drei Zähne ausschlug und das Nasenbein brach.

Ich bedauere den Zwischenfall sehr und hoffe, Ihnen mit meinen präzisen Angaben dienen zu können.

Für genaue Auskünfte bitte ich Sie, mich anzurufen, da es mir manchmal schwer fällt, mich schriftlich auszudrücken.
 
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Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiss ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt,
Glück ist auch ein lieber Gruss.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Clemens von Brentano

 

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Als ich neulich im Netz stöberte, stieß ich auf diesen kleinen Text, über den ich mich immer noch amüsiere, vielleicht hat ja noch jemand Spaß dran...

... Laura Schlessinger, eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in
ihrer Show anrufen Ratschläge erteilt in Bezug auf die
Gottesgesetze.

Dazu muss man wissen, dass eben diese Moderatorin als achtbare Christin
Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet. Diese sei laut
Leviticus 18:22 ein Gräuel. Der folgende Text ist ein offener Brief
eines US-Bürgers an Dr. Laura Schlessinger, der im Internet verbreitet
wurde.

Liebe Dr. Laura!

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die
Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung
gelernt und versuche das Wissen mit so vielen Anderen wie nur möglich zu
teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu
verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus
18:22, wo klargestellt wird, das es sich dabei um ein Gräuel handelt.
Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf
einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass
dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das
Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht
lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in
Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein
angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie
sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24).
Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen,
aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl
männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen
erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen,
aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine
Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2
stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich
moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie
Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein
geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu.
Könnten Sie das klarstellen?

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht
nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich
muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt
sein oder gibt´s hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und
Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das
eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten
Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn
ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil
er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber
hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen
gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem
recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben,
das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)?
Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie
verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren
Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt
haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können.
Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes
Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan Jake

 

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Henker

von Maurice Ogden


Der Henker kam in unseren Ort
und plötzlich roch es nach Gold, Blut und Mord.
Und er ging durch die Straßen, man sah ihm nichts an,
als er vor dem Gericht seine Arbeit begann.
Der Galgen war klein und sein Balken nicht breit -
so hoch wie die Tür und etwa so weit.
Und wir fragten voll Neugier, wenn wir uns trafen,
welches Verbrechen würde er strafen?
Denn er stand vor dem Galgen, in der Hand den Strick,
und jeden von uns traf sein starrer Blick.

Wer an ihm vorbeiging, der wurde ganz klein
und hatte Angst, schuldig zu sein.
"Henker", rief einer plötzlich ganz laut,
"Für wen hast du den Galgen gebaut?"
Mit höhnischem Lächeln gab er uns drauf
statt einer Antwort ein Rätsel auf.
"Der schöne Strick ist für den bestimmt,
der mich zu seiner Richtschnur nimmt."
Dann stieg er herab von seiner Leiter
und griff sich einen Fremdarbeiter.
Wir atmeten auf, als er hing, der Mann,
denn der Tod dieses Fremden ging uns nichts an.

Am nächsten Morgen, so hofften wir,
wäre der Henker nicht mehr hier.
Und keiner fand ein böses Wort:
Was der Henker tut, ist niemals Mord.
Am Morgen darauf schien die Sonne mild
auf unsere Stadt, welch schönes Bild.
Doch nackt und schwarz im Morgenlicht
stand noch der Galgen vor dem Gericht.
Und der Henker stand dort, wo er gestern stand -
der Strick glitt spielend durch seine Hand.
Wie er so dastand vor dem Haus,
sah er wissend und sehr geschäftig aus.

Wir riefen ihm zu: "Denkst du nicht dran,
was gestern geschah mit dem fremden Mann!"
Dann wurden wir still. Uns kam der Verdacht,
der Galgen war nicht nur für den Fremden gemacht.
Da lachte er nur und schaute uns an:
"Glaubt ihr denn wirklich, es ging um den Mann?
Davon stimmt noch nicht mal die Spur,
das war nur ein Test für die neue Schnur."

Aus dem Schweigen schrie einer: "Schämst du dich nicht!"
Da sah ihm der Henker voll ins Gesicht.
"Sitzt du mit dem auf einer Bank,
der gestern hier über die Klinge sprang?"
Dann griff er den Mann mit einem Satz
und schweigend machten wir alle Platz.
Wir sahen ihn hängen und gingen bald
aus lauter Angst vor der nackten Gewalt.
Das Blut der Toten gärte im Schacht
und der Galgen schlug Wurzeln in dieser Nacht.
Die Nacht verging und im Morgenlicht
war der Galgen so hoch wie die Schrift am Gericht.

Von dem dritten, der hing, so sagte man,
er sei wegen Wucherzinsen dran.
Und der Henker erklärte: "Ihr habt's doch gewusst!
Ist der Tod dieses Juden für euch ein Verlust?"
Wir waren erleichtert, denn nun war uns klar,
dass der Henker des Juden Richtschnur war.
Doch dann haben wir seine Antwort gekriegt:
"Ein Test, ob sich nicht der Balken biegt."

Der vierte hing, sein entsetzter Schrei
rief alle Bewohner der Stadt herbei.
Und der Henker fragte: "Was habt ihr denn nun
mit diesem Mann, einem Neger, zu tun?"


Der fünfte, der sechste, wir schrieen ihn an:
"Henker, sag endlich, ist dies der Mann?"
Doch der Henker sagte: "Das war nur ein Test,
ob sich die Falltür noch öffnen lässt."

Wir gaben es auf - und fragten nicht mehr.
"Bisher sind es sechs", erklärte er.
Und Tag um Tag und Nacht um Nacht
wuchs der Galgen mit unaufhaltsamer Macht.

Sein Schatten war riesig, und die Schlinge hing glatt
über den Häusern und Dächern der Stadt.
Dann war er leer und verlassen der Ort,
und in die Stille hinein klang ein Wort.
Und das Wort war mein Name. Der Henker rief,
als ich schon eilfertig zu ihm lief.
Ich hoffte nun nach all dem Grau'n,
den Galgen mit ihm abzubau'n.

Als ich zu ihm kam, da stand er satt
im Zentrum unserer toten Stadt.
Geschäftig hielt er das Seil in der Hand,
das er leise pfeifend fester band.
Noch einmal fiel die Falltür mit Macht
hinab in den tiefen, gefährlichen Schacht.
Dann legte er plötzlich, ich stand wie gebannt,
seine knochigen Finger auf meine Hand.
"Du gemeiner Lügner", schrie ich laut,
Du hast den Galgen für mich gebaut.
Mit Absicht hast du mich belogen -
An einem Strick haben wir nie gezogen."

Belustigt grinste der Henker mich an:
"Belogen, sagst du, hätt ich dich, Mann?
Ich sagte die Wahrheit. Der Galgen hier
galt von Anfang an - nur dir!
Du warst mir der beste Henkersknecht -
Denk an das Rätsel: Du gabst mir stets recht.
Wo sind sie nun alle, die Hand in Hand
sangen von Freiheit und Vaterland?"
"Alle sind tot", sagte ich matt.
"Ermordet", sagte er, "die ganze Stadt.
Erst nahm ich den Fremden, den Juden dann.
Du ließest sie sterben, Mann für Mann."
Der Galgen hing über mir wie aus Stein.
Kein Mensch war jemals so allein.
Als der Henker mich würgte, gab es niemand mehr,
der mich retten konnte - die Stadt war leer.

(Übertragung von Wolfgang Braune)

 

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Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
von Inge Wuthe


Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die Kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüssen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest Du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich .... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Mann muss sich nur zusammenreissen. Und sie spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau," solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zuläßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel, "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber... aber - wer bist eigentlich du?"§
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

 

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Die Bohnensuppe

Ich esse so gerne Bohnensuppe mit Speck,
dafür lasse ich alles andere weg.

Samstags tut meine Frau die oft kochen,
neulich hatte ich wieder richtig gerochen.
Mittags hab ich drei Teller leer gegessen
und anschließend zwei Stunden auf dem Klo gesessen.
Ich hab getan was ich konnte, es hatte keinen Sinn,
die Bohnen, die blieben alle drin.

Dann ging ich zur Vorabendmesse um 18 Uhr,
mir ging es gut mein Bauch drückte nur.
Der Pastor predigte vom Jüngsten Gericht,
der Angstschweiß trat mir ins Gesicht.

Er sprach vom Heulen und Zähneknirschen
die Bohnen sich langsam zum Ausgang pirschen.
Ich hörte Worte wie Teufelsqualen und Höllengestank,
das war die Idee, Mensch, Gott sei Dank!

Ich versuchte, unauffällig nach links und rechts zu schaun,
da ist leise die erste Bohne abgehaun.

Die Zweite hatte ich noch unter Kontrolle,
aber die Dritte, die haute ins Volle.
So drei bis vier verließen leise meine Not,
die Leute wurden schon blass und rot.

Vorsichtig schiel ich die Kirche entlang,
da liegen die Ersten ohnmächtig in der Bank.
Auf der anderen Seite nimmt eine Frau Parfüm,
ich denke: Is alles umsonst, lat dat ruhig sien

Am Marienaltar stand ein Strauß Flieder,
eine Oma sagte: Was stinkt der heute wieder
Die letzten Worte konnte sie nur lallen,
dann ist sie langsam umgefallen.

Der Pastor fragte: Was ist denn los?,
da ruft einer hinter mir: Hier ist die Hölle los
Bei dieser Gelegenheit hab ich kurz entschlossen
meinen Hintermann auch abgeschossen.

Der Pastor wird stutzig und fragt ganz verzagt:
Hab ich in meiner Predigt was falsches gesagt?
Und als zwei Mann die Kirche verlassen,
ruft er: So schlimm braucht ihr das nicht aufzufassen

Ich sah den Küster aus der Sakristei rasen,
ich hatte mit einer Bohne das Ewige Licht ausgeblasen.
Er ist aber nur bis zur zweiten Stufe gekommen,
schnuppert die Luft und wackelt benommen,
an der Kommunionbank sucht er Halt,
doch die nächste Bohne macht ihn kalt!

Ich schaue mich um, so voller Entrüstung,
da liegt der Organist schlapp über der Brüstung.
Er ist am Würgen und scheint tot krank,
ich ahne, da oben ist der meiste Gestank.

Er rappelt sich hoch und spielt, dass es zum Himmel schreit:
Macht hoch die Tür, die Tore macht weit!

Endlich ist die Messe vorbei,
ich fühle mich wieder frisch und frei.
Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
die Bohnen sind nun endlich all.

Und sind die Qualen erst mal alle weg,
freu ich mich schon wieder auf die nächste Bohnensuppe mit Speck.

Eingesendet von: Spirit

 

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Höre auf die Stimme der Natur!

Höre auf den Gesang der Vögel.

Erfasse ihren Ton!

Die Sprache der Erde wird dich überraschen

Und dir Antwort geben auf deine Fragen.

Werde still und lausche dem Lied des Wassers,

einem ewigen Ton, und doch in sich gegliedert.

Und jeder Tag bringt einen neuen Klang hervor.

Höre den klagenden Gesang der Schwäne,

das Kreischen der Möwen,

die Sprache der Fische!

Höre auf die Stimme des Windes!

Was kann dir der Ostwind sagen?

Der Westwind bringt den Segen.

Der Südwind ist Verwandlung.

Der Nordwind ist die Reinigung.

Nicht nur für die Welt, auch für dich.

Höre auf den Zorn des Sturmes,

versuche ihn zu erfassen und ihn zu trösten.

Winde die Wolken, das Singen der Luft,

der Atem Gottes.

Alles fließt durch dich,

aber hörst, fühlst, verstehst du den Ton?

Die vielen Boten der Liebe gehen an dir vorbei.

Achtlos lässt du sie zerfließen.

 

Höre auf die Stimme der Natur!

Werde still.

Höre den Klang, den Ton des Frühlings!

Das Bersten der Knospen, welche Kraft.

Die Farben der Blumen.

Erfasse die Sprache der Farben

Und lege dich in das Grün des Grases

und fühle sein Heilen dich durchströmen!

Die Farbe Grün ist heilig,

ist Wahrheit, ist Weihung, ist Heilung.

Ihr Ton ist das C.

Der Klang, der Ton eines Menschen

setzt sich fort im Weltenklang.

Hüte deinen Ton, harmonisiere ihn

Und werde eine wundersame, reine Melodie.

Im Reigen der Musik, im Klang der Klänge,

im Ton der Töne.

Höre auf deine Stimme.

Sie ist verbunden mit der Stimme der Natur.

Immer wieder erhebt sie sich in Worten,

Warnungen, in alten Sprachen.

Werde still, werde still, werde still

und höre, fühle, lausche der Musik Gottes,

dem Singen der Engel, dem Ton der Welten.

Werde still.

Ruth Maria Kubitschek (Immer verbunden mit den Sternen)

 

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